Volz Award

2016 David Marques Genomics of Rapid Incipient Speciation in Sympatric Threespine Stickleback (best PhD thesis)
2016 Laura Bruppacher Simple modifications of mowing regime promote butterflies in extensively managed meadows: Evidence from field-scale experiments (best MSc thesis)
2014 Joséphine Daub Evidence for polygenic adaptation to pathogens in the human genome (best PhD thesis)
2012 Michael Coslovsky Predation risk affects offspring growth via maternal effects (best PhD thesis)
2012 Julian Junker River fragmentation increases localized population genetic structure and enhances asymmetry of dispersal in bullhead (Cottus gobio) (best MSc thesis)
2010 Alexander Kotrschal Environmental change enhances cognitive abilities in fish (best PhD thesis)
2010 Benjamin Peter Distinguishing between population bottleneck and population subdivision by a Bayesian model choice procedure (best MSc thesis)
2008 Sabine Fink Mammalian monogamy is not controlled by a single gene (beste Dissertation)
2008 Thomas Sattler Ecological niche modelling of two cryptic bat species calls for a reassessment of their conservation status (beste Diplomarbeit)
2006 Nicole Bender The relationship between social status, behaviour, growth and steroids in male helpers and breeders of a cooperatively breeding cichlid (beste Dissertation)
2006 Seraina Klopfstein The fate of mutations surfing on the wave of a range expansion (beste Diplomarbeit)
2004 Pierre Bize Adoption as an offspring stagegy to reduce ectoparasite exposure (beste Dissertation)
2004 Rahel Howald Evaluation of Bt oilseed rape on the non-target herbivore Athalia rosae (Diplomarbeit)
2004 Birgit Reichhart Staphylinidae and Carabidae overwintering in wheat and sown wildflower areas of different age (Diplomarbeit)
2002 Jürg Friedli Synergistic interactions and biological weed control (beste Dissertation)
2002 Barbara Tschirren Proximate mechanisms of variation in the carotenoid-based plumage coloration of nestling great tits (Parus major L.) (beste Diplomarbeit)
2000 Dominique Schenk A monoclonal antibody to the shield beetle Cassida rubiginosa (Coleoptera, Chrysomelidae): A tool for predator gut analysis
2000 Claudia Zwahlen Tritrophic interactions of transgenic Bacillus thuringiensis corn, Anaphotrips obscurus (Thysanoptera: Thripidae) and the predator Orius majusculus (Heteroptera: Anthocoridae)
1998 Karin Loeffel Auensukzession im Rottensand (VS): Wiederbesiedlung der Überschwemmungsflächen durch Wildbienen (Hymenoptera, Apoidea)
1996 Carlo Largiadèr The role of natural and artificial propagation of the genetic diversity of brown trout (Salmo trutta L.) of the upper Rhône drainage
1996 Lorenz Heer Zur sozialen Organisation und Brutbiologie der Alpenbraunelle (Prunella collaris)
1994 Dr. Urs Schaffner Interactions between Veratrum album L. and its herbivores: Prospects of biological control of this native weed
1992 Claus Wedekind Detailed information about parasites revealed by sex ornamentation.
1992 David Jenny Bruterfolg und Bestandesregulation einer alpinen Population des Steinadlers Aquila chrysaetos
1992 Fredy Vetter Faunistisch-ökologische Untersuchungen zur Laufkäfer-Fauna (Coleoptera, Carabidae) ausgewählter Standorte im Kanton Luzern
1990 Dr. Ambros Hänggi Die Spinnenfauna der Feuchtgebiete des Grossen Moos, Kt. Bern - 1. Faunistische Daten
1990 Dr. Jan Ryser Weight loss, reproduction output, and the cost of reproduction in the common frog, Rana temporaria
1990 Monika Frey Brutbiologie des Hänflings Carduelis cannabina unter den Einflüssen des Gebirgsklimas
1988 Dr. Manfred Zimmermann Die Larven der schweizerischen Gerris-Arten (Hemiptera, Gerridae)

Dr. Walter Volz

Der Berner Zoologe Dr. Walter Volz hat Ende des 19. und zu Beginn des 20. Jahrhunderts auf mehreren Reisen von Afrika und Asien bis in den Pazifikraum die lokale Fauna besammelt. Bekannt sind Publikationen über die Fische von Sumatra (1903), über die Ostracoden von "Hinterindien, Sumatra. und Java sowie der Hawaii-Inseln" (1906) und eine Publikation über die "Ostracoden von Sumatra, Java, Siam, Sandwich-Inseln und Japan" (1906). Walter Volz starb am 7. April 1907 in Afrika. Kurz zuvor vermachte er in seinem Testament den Staat Bern zugunsten des Zoologischen Instituts ein Legat von 2000 Franken, an das er folgende Verpflichtung knüpfte:

"Der Zins von je zwei Jahren ist als Preis zu verwenden für eine Arbeit im Institut, in erster Linie über schweizerische Fauna."

Der Regierungsrat des Kantons Bern erklärte in seiner Sitzung vom 3. Juni 1908 mit Regierungsratsprotokoll Nr. 2772 die Annahme dieses Legats. In der Folge wurde der Preis regelmässig ausgeschrieben und nach Vorschlag oder Selbstbewerbung haben die Professoren des Zoologischen Instituts jeweils die beste Kandidatin oder den besten Kandidaten ausgewählt.

Einige weitere, heute zum Teil seltsam anmutenden Regelungen des Legats wurden schon vor Jahrzehnten modifiziert: Der Preis entspricht heute nicht mehr dem Zins von 2 Jahren, sondern hat sich im Laufe der Zeit auf 1000 Franken erhöht. Die ursprünglich von der Preisverleihung ausgeschlossenen "deutschen Apotheker, Zahnärzte und Tierärzte" werden schon seit langem in den zweijährlichen Ausschreibungen nicht mehr erwähnt. Vermutlich hatte Dr. Volz mit diesen Berufsgruppen schlechte Erfahrungen gemacht. Es ist jedoch unbekannt, ob es je Bewerbungen aus diesen Berufen gegeben hat.  Ursprünglich sollte der preisgekrönte Artikel in der Revue Suisse de Zoologie publiziert werden. Da diese Zeitschrift im Laufe der Jahrzehnte jedoch ihren Stellenwert als herausragendes zoologisches Publikationsorgan verloren hat, achtet heute die Auswahljury vor allem darauf, dass die  auszuzeichnende Arbeit gut publiziert wurde. Diese Jury besteht auch nicht mehr aus den Ordinarien der Botanik, Geologie und Zoologie (ursprünglich 3 Professoren), sondern aus dem Direktorium des Instituts für Ökologie und Evolution (6 Professoren). Die Preisverleihung erfolgt seit einigen Jahren öffentlich und der Preisträger oder die Preisträgerin stellen ihre Arbeit im Rahmen eines Vortrages vor.